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Künstler Rolf Langhans muss sein Atelier räumen

28.04.2012

Ein spektakuläres Graffiti ziert das Holzgebäude auf dem Bahnareal, in dem der Performance-Künstler Rolf Langhans lebt und arbeitet.  Bild: Volk

Der Performancekünstler Rolf Langhans muss das Holzgebäude, in dem er sein Atelier und Wohnung hat, bis Ende Juni 2012 räumen. Die Stadt besteht auf der Einhaltung eines einvernehmlichen Vergleiches vor dem Amtsgericht Sigmaringen.

„Das ist ein einvernehmlicher Vergleich und Verträge sind einzuhalten“, bezog Bürgermeister Thomas Kugler im Gemeinderat Stellung um die geplante Räumung des Ateliers von Rolf Langhans vom Bahnareal (der SÜDKURIER berichtete). Der Performancekünstler muss bis spätestens 30. Juni aus dem Holzgebäude ausgezogen sein, lautet ein von den Anwälten der beiden Parteien vor dem Amtsgericht Sigmaringen am 9. August 2011 ausgehandelter Vergleich. Dabei habe sich die Stadt aus Wertschätzung gegenüber der Person und Kunst Rolf Langhans gegenüber großzügig gezeigt, erklärte Kugler, dass die Deutsche Bahn als ehemaliger Grundstückseigentümer dem Künstler schon Ende 2007 gekündigt hatte. Nach dem Kauf des Bahnareals durch die Stadt habe sich die Bahn aber nicht mehr darum gekümmert, so dass das Mietverhältnis quasi von der Stadt übernommen wurde. Konkret gab es vom 1. Juli 1989 bis 30. Juni 2004 einen Mietvertrag mit einem Herrn Reichle, der die 250 Quadratmeter großen Räume des Holzgebäudes zur Lagerung von Messe-Konstruktionen anmietete. „Das Gebäude ist nicht zu Wohnzwecken tauglich“, zitierte Kugler Paragraf 2 dieses alten Vertrages. Tatsächlich verfügt die Holzkonstruktion über keinen Entsorgungsanschluss und von Seiten der Eigentümer wurde die Duldung, dass Rolf Langhans dort wohnen könne, nie ausgesprochen. Nach dem gerichtlichen Vergleich 2011 habe die Stadt auf die sofortige Räumung verzichtet, da man das Gelände nicht benötigte, ergänzte der Rathauschef, dass man dem Künstler eine Frist bis zum 30. Juni 2012, also das komplette erste Halbjahr für den Aus- beziehungsweise Umzug gewährte. Die Stadt habe sich darüber hinaus bereit erklärt, die Beseitigungskosten für das Gebäude zu übernehmen.

In den vergangenen Wochen hatte die vorgesehene Räumung des Ateliers Langhans für Gesprächsstoff in der Pfullendorfer Öffentlichkeit und einigen Solidaritätsadressen für den Performancekünstler gesorgt. Nachdem Bürgermeister Kugler die Sachlage erläutert hatte, gab es von Seiten des Gemeinderates keine Nachfrage.

 

Von:

http://atelierfuernichts.wordpress.com/


traurig genug herr kugler
kunst braucht raum
und ohne raum
keine kunst

traurig genug herr kugler

by. lz

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