GALERIE RUPERT PFAB


Ulrike Möschel

NOVEMBER
7. November – 23. Dezember 2014
Ausstellungseröffnung im Rahmen
des  ‚Kunst in der Carlstadt‘-Wochenendes
am Freitag, 7. November 2014, 18-21 Uhr

Ulrike Möschel (*1972) präsentiert in ihrer aktuellen Einzelausstellung ‚November‘ neue installative Werke, Zeichnungen und Objekte. Die Düsseldorfer Künstlerin greift dabei verschiedene Aspekte ihrer Arbeit der vergangenen Jahre auf. Dazu gehört das Thema Licht, dessen räumliche Präsenz und Veränderung sowie die Auseinandersetzung mit Räumen und Objekten, ihrer Transformation, Gefahr und Zerbrechlichkeit. Ulrike Möschel spielt mit der Sensibilität und unseren Erfahrungen bezüglich vertrauter Gegenstände, beraubt sie jedoch ihrer herkömmlichen Funktion und hinterfragt, verwandelt oder manipuliert sie. Dadurch entstehen Irritationen, die den Betrachter neue Realitäten erleben lassen.

Ulrike Möschel studierte in Münster bei Ulrich Erben und Timm Ulrichs, sowie an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Jannis Kounellis. 2012 erhielt Ulrike Möschel das Residenzstipendium der Villa Kamogawa des Goethe Instituts und verbrachte drei Monate in Kyoto, Japan. Ebenfalls 2012 ging sie für zwei Monate als Stipendiatin der finnischen Koenen Foundation nach Mietoinen, Finnland. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellung, u. a. im Kunstverein Bochum, in der Kunsthalle Nürnberg, dem Museum Morsbroich Leverkusen sowie im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zu sehen. 

Gemeinsames Galerienwochenende

Freitag, 7. November 2014, 18-21 Uhr
Samstag, 8. November 2014, 12-18 Uhr
Ausstellungstext:
Ulrike Möschel (*1972) präsentiert in ihrer aktuellen Einzelausstellung ‚November‘ neue installative Werke, Zeichnungen und Objekte. Die Düsseldorfer Künstlerin greift dabei verschiedene Aspekte ihrer Arbeit der vergangenen Jahre auf. Dazu gehört das Thema Licht, dessen räumliche Präsenz und Veränderung sowie die Auseinandersetzung mit Räumen und Objekten, ihrer Transformation, Gefahr und Zerbrechlichkeit. 
Ein geheimnisvoller Text in Spiegelschrift, freskoartig eingearbeitet in die Oberfläche der Wand, bildet den Prolog der Ausstellung. Er verführt zum Eintritt ‚hinter den Spiegel‘ um das Geheimnis des verschlüsselten Textes zu lüften. Auf der anderen Wandseite offenbart sich der Text als ein Gedicht von Marie T. Martin. Ulrike Möschel und die Schriftstellerin lernten sich 2011 bei einem Artist-in-Residence Aufenthalt der Kunststiftung NRW in Istanbul kennen und entdeckten inhaltliche Gemeinsamkeiten. Ähnlich wie Marie T. Martin in ihren Gedichten befasst sich Ulrike Möschel mit alltäglichen Dingen und Phänomenen aus ihrer Umgebung, verleiht diesen jedoch eine andersartige Stimmung. Sie spielt mit der Sensibilität und den Erfahrungen bezüglich vertrauter Gegenstände, beraubt sie ihrer herkömmlichen Funktion und hinterfragt, verwandelt oder manipuliert sie. Dadurch entstehen Irritationen, die den Betrachter neue Realitäten erleben lassen. 
So ist ihre Arbeit ‚Kupfernes Kleid‘ auf den ersten Blick ein feines, nach einem zartem Häkelmuster gefertigtes Kleidungsstück, das glatt auf einem Bügel hängt. Bald erkennt man jedoch, dass es sich bei den Fäden um Kupferdrähte handelt, die mit einem Stromaggregat verbunden sind, welches sie unter Strom stehen lässt. Auch ‚Die Hängematte‘ die aus fragilem Silberdraht besteht und mit bloßem Auge schwer zu erkennen ist, ist in ihrer eigentlichen Funktion nicht nutzbar, denn das Gewicht eines Menschen würde diese nicht tragen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in Ulrike Möschels Werk ist das Licht. Was kann es beim Menschen bewirken und was passiert bei seiner Abwesenheit? Die ‚Antidepressionstankstelle‘ befasst sich mit der saisonalen Depression aufgrund von Lichtmangel. Bei ihrem Finnland-Aufenthalt in den Wintermonaten 2012 stieß Ulrike Möschel auf eine umstrittene Erfindung sogenannter Tageslicht-Headsets: Ohrstöpsel mit In-Ohr-Lichttherapie, die der Winterdepression mit Licht im Ohr entgegenwirken sollen. Die Tankstelle, ein fragiles Wartehäuschen, dient als Energielieferant und ist behängt von solchen Licht-Headsets. Die kleinen, weiß leuchtenden Lichtpunkte beleuchten das hölzerne Konstrukt von Innen und verleihen ihm eine geheimnisvolle Aura.
Ulrike Möschel studierte in Münster bei Ulrich Erben und Timm Ulrichs, sowie an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Jannis Kounellis. 2012 erhielt Ulrike Möschel das Residenzstipendium der Villa Kamogawa des Goethe Instituts und verbrachte drei Monate in Kyoto, Japan. Ebenfalls 2012 ging sie für zwei Monate als Stipendiatin der finnischen Koenen Foundation nach Mietoinen, Finnland. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellung, u. a. im Kunstverein Bochum, in der Kunsthalle Nürnberg, dem Museum Morsbroich Leverkusen sowie im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zu sehen.

GALERIE RUPERT PFAB
Poststr. 3
D-40213 Düsseldorf

T +49.211.13 16 66
mail@galerie-pfab.com

Öffnungszeiten:  Di – Fr: 12 – 18, Sa: 11 – 14 Uhr

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