Liebe Freunde der Kunstsammlung,
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im September starten wir in die Herbstsaison und eröffnen in allen drei Häusern der Kunstsammlung, dem K20 am Grabbeplatz, dem K21 im Ständehaus und dem F3 Schmela Haus, neue Ausstellungen und Projekte. Mit diesem Newsletter möchten wir Ihnen heute einen Überblick über unser vielfältiges Programm geben. Weitere Informationen zu unseren aktuellen Angeboten finden Sie wie immer auch auf der Website und in unseren Social-Media-Kanälen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ab 6. September im K20: Nach Ägypten! Die Reisen von Max Slevogt und Paul Klee
Es ist weit mehr als der Abstand von 15 Jahren, der die Ägyptenreisen der Impressionisten Max Slevogt und des Malers Paul Klee voneinander trennt: Während Slevogt im Frühjahr 1914 seine Eindrücke des Orients unmittelbar in einem einzigartigen Bilderzyklus festhielt, sind die Motive Klees aus dem Jahr 1928/29 vollständig der modernen Bildauffassung verpflichtet. Die Ausstellung Nach Ägypten! Die Reisen von Max Slevogt und Paul Klee stellt in K20 erstmals das Schaffen dieser zwei Künstler gegenüber. Zu entdecken sind etwa 130 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen, die im Zusammenhang ihrer Reisen entstanden sind und die die Umbrüche am Übergang vom Impressionismus zur Klassischen Moderne verdeutlichen. Museen aus dem In- und Ausland sowie renommierte private Sammlungen unterstützen großzügig die Ausstellung, die gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entstanden ist, mit hochrangigen Leihgaben. Historische Fotografien und Dokumente ergänzen die Präsentation der Kunstwerke. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 5. September um 19.00 Uhr statt. Herzlich Willkommen!
Paul Klee, vermessene Felder, 1929,47 (N 7), Aquarell und Bleistift auf Papier auf Karton, 30,4 x 45,8 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Wael Shawky: Cabaret Crusades – Ausstellung und Filmproduktion
In seiner ersten großen Museumsausstellung in Deutschland zeigt der ägyptische Künstler Wael Shawky (*1971) die als Filmtrilogie angelegten Cabaret Crusades, in denen Marionetten die Geschichte der mittelalterlichen Kreuzzüge als Kabarett aufführen. Shawkys mehrfach preisgekrönte Filme fragen nach der Wirkungsweise von Projektion, Manipulation und der Auseinandersetzung mit dem Fremden. Was steckt hinter den komplexen Mechanismen der Konstruktion von Geschichte und deren Erzählung? Während Teil 1 und Teil 2 der Cabaret Crusades als raumgreifende Projektion ab dem 6. September in der Grabbehalle zu sehen sind, wird der in Kooperation mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen produzierte dritte Teil, The Secrets of Karbala, parallel zur Ausstellung im selben Raum produziert und am 4. Dezember uraufgeführt. Bis dahin verwandeln Wael Shawky und die Kunstsammlung den Ausstellungsraum in auf nie dagewesene Weise zum Ort der Kunstproduktion. Die Eröffnung der Ausstellung Cabaret Crusadesfindet gemeinsam mit der Eröffnung der Schau Nach Ägypten! statt.
Videostill aus: Wael Shawky, Cabaret Crusades II: The Path to Cairo, 2012, Video, Farbe, Ton, 58‘, Courtesy the artist and Sfeir-Semler Gallery Beirut/Hamburg
Wael Shawky: „Making of“ im Online-Magazin #32
Wael Shawky verwandelt im Herbst die Ausstellungsräume im K20 am Grabbeplatz erstmals in der Geschichte der Kunstsammlung zum „Film-Studio“. Wir begleiten den Künstler und sein Team in unserem Online-Magazin #32 bei der Vollendung seiner Videotrilogie. Dort finden Sie eine Reportage von einem ersten Treffen in den Glaswerkstätten in Murano sowie ein fotografischer Blick hinter die Kulissen in Düsseldorf. In Kürze folgt ein Interview zwischen Wael Shawky und Kuratorin Doris Krystof. 
Blick hinter die Kulissen, Foto: Kunstsammlung / Arnika Fürgut
Neu im Labor: Katharina Hinsberg „Feldern (Farben)“
Im September eröffnet ebenfalls im K20 eine neue Präsentation im Labor, dem Ausstellungsraum der Abteilung Bildung. Die raumfüllenden Installationen der Künstlerin Katharina Hinsberg behandeln Aspekte der Malerei oft als anschauliches, bewegliches Gefüge, bei dem Maßgaben des Raumes, Setzungen der Künstlerin und Handlungen des Publikums in eins gebracht werden. Mit Feldern (Farben) hat sie einen Farbraum entworfen, der sich über die Dauer der Ausstellung durch Mitarbeit der Besucher immer wieder verwandelt. Die Wände sind in 28 Schichten mit Blättern von Seidenpapier ausgekleidet; jede Schicht ist von einer anderen Farbe. Die Papiere hängen in einem Raster und sind so fixiert, dass sie leicht einzeln abgenommen werden können. Unter jedem abgetragenen Blatt tritt eine neue Farbe zutage. Die Ausstellungsbesucher sind eingeladen, einzelne oder mehrere Blätter schichtweise zu entfernen und Möglichkeiten der Komposition zu erproben.
Eröffnung des Labors: KPMG-Kunstabend am 3. September
Das Labor Feldern (Farben) von Katharina Hinsberg wird am KPMG-Kunstabend am 3. September um 18.00 Uhr eröffnet. Es sprechen Marion Ackermann, Direktorin der Kunstsammlung, und Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes. Wie immer bietet der KPMG-Kunstabend am ersten Mittwoch des Monates den Besuchern der Kunstsammlung ein abwechslungsreiches Programm. Höhepunkt im K21 ist an diesem Abend das Künstlergespräch mit Matthias Bitzer um 20.00 Uhr.
Futur 3: Neues Programm startet am 11. September
Wiedereröffnung im F3 Schmela Haus nach der Sommerpause: Futur 3 – Annäherung an eine ungekannte Zukunft richtet den Blick ab September an jedem Donnerstagabend vermehrt auf die globale Welt. Das Vortrags- und Diskussionsprogramm stellt die Frage nach dem Menschen, nach kulturellen Handlungen und den Entwicklungskräften der Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft in den Mittelpunkt. Der Eröffnungsabend am 11. September steht unter dem Thema „Globalisierung. Oder Ähnlichkeit und Diversität der Kulturen“. Peter Kubelka, Filmemacher, Künstler und Autor aus Wien trifft um 19.00 Uhr auf den Publizisten Heinz-Norbert Jocks. Eintritt frei, Einlass ab 18.30 Uhr
Programm im F3 Schmela Haus, Foto: Wilfried Meyer
Auftakt für Goethe Residency Program im Schmela Haus
Mit der Wiedereröffnung von Futur 3 beginnt das von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut entwickelte und auf fünf Jahre angelegte Kuratorenresidenzprogramm im Schmela Haus. Zweimal im Jahr werden jeweils für drei Monate nichteuropäische (Künstler-) Kuratorinnen und Kuratoren zum Wohnen und Arbeiten eingeladen, um im Dialog das Programm im Schmela Haus zu gestalten. Die ersten Gäste kommen im Herbst parallel zum Ausstellungsschwerpunkt im K20 aus Ägypten nach Düsseldorf. Die dreiteilige Reihe Contemporary Art in Egypt startet am 18. September mit Sarah Rifky, Autorin und Kuratorin aus Kairo. Die Gründerin des Cairo International Resource Center for Art (CIRCA) und Mitbegründerin des Art-space Beirut, Kairo, trifft sich an diesem Abend im F3 zum Gespräch mit Günther Hasenkamp vom Goethe-Institut in Kairo und Kuratorin Doris Krystof.
Schmela Haus in der Mutter-Ey-Straße, Foto: Achim Kukulies
Ausstellungsende: Katharina Sieverding – „mal d’archive“
Unter dem Titel mal d´archive hat Katharina Sieverding eine mehrere Ausstellungsräume umfassende Installation geschaffen, in der sie frühe und aktuelle Arbeiten, Fotografien und Objekte miteinander verschränkt. Ihr aus 16 großformatigen Fotoarbeiten bestehender „Stauffenberg-Block“ (I-XVI /1969), dessen Titel sich auf den 1944 hingerichteten Widerstandskämpfer und Hitler-Attentäter Claus von Stauffenberg bezieht, steht in der Bel Etage des K21 im Mittelpunkt dieser Ausstellung, die noch bis zum 21. September zu sehen ist. Auf Grund seiner Dimensionen – bei üblicher Hängung vier mal zwölf Meter – kann dieser Werkblock aus dem Besitz der Kunstsammlung nur selten gezeigt werden. Die letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung und die Künstlerräume im K21 findet am Sonnstag, 14. September, um 16.00 Uhr statt. Anmeldung im Besucherservice der Kunstsammlung.
Installationsansicht der Ausstellung im K21, Foto: Achim Kukulies, © Katharina Sieverding / VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Save the Date: Lichterfest im Ständehauspark
Romantische Bootstouren mitten in Düsseldorfs Innenstadt, Konzerte auf schwimmender Bühne und ein ganzer Park als leuchtendes Kunstwerk: All das und noch viel mehr bietet das bevorstehende Lichterfest, zu dem die Kunstsammlung einlädt. Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen vom 19. bis zum 21. September Jazz und Klassik, Grillwurst und Partynacht, Rendezvous mit der Kunst im K21 und Licht-Jonglage im Ständehauspark. Am Samstag und Sonntag ist der Eintritt ins K21 ebenso wie zu allen Vorführungen im Park kostenfrei. Das vollständige Programm für alle drei Tage ist ab sofort online, Tickets für die Clubnacht am Freitagabend im K21 können ebenfalls online gekauft werden.
Foto: Andreas Hamacher
Eröffnung im K21: Annette Messager ab 27. September
Annette Messager zählt zu den wichtigsten Figuren der aktuellen internationalen Kunstszene und bereitete mit ihrem Oeuvre das Terrain für viele französische zeitgenössische Künstler vor. Dennoch liegt ihre letzte Einzelausstellung in einem deutschen Museum fast 25 Jahre zurück. Die Ausstellung Annette Messager. Exhibition/Exposition im K21 bietet nun ab dem 27. September die Möglichkeit, ihr Werk neu zu entdecken. Gezeigt werden Arbeiten, die sie seit den späten 1980er-Jahren bis heute geschaffen hat. Eigens für die Ausstellung ist das Werk Les Interdictions en 2014 entstanden. Zentraler Teil der Ausstellung ist die raumgreifende Installation Sous vent (2004–10), die die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2011 angekauft hat. Diverse Objekte wie eine übergroße Hand, ein Fuß, Organe oder Stofftiere werden von einem schwarzen Seidentuch bedeckt, das die Luftströmung aus drei Ventilatoren in Bewegung setzt. Während der Ausstellung im K21 ist Sous vent in einer Installationslänge von über 20 Metern im Untergeschoss des Ständehauses zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 26. September um 19.00 Uhr statt.
Annette Messager, Les Interdictions en 2014, 2014, 68 gerahmte Zeichnungen und Figuren aus Stoff, Courtesy Annette Messager/ Marian Goodman Gallery Paris/New York, Foto © Marc Domage, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014
Preview für Jugendliche und Studenten mit Annette Messager
Eine ganz besondere Gelegenheit bietet sich Jugendlichen und Studenten am 26. September. Noch vor der offiziellen Eröffnung können die jungen Besucher gemeinsam mit der Künstlerin in einer exklusiven Preview die Ausstellung entdecken. Beginn ist um 16.00 Uhr, Eintritt frei mit Schüler- und Studentenausweis.
Limitierte Sonderdrucke von Paul Klee
Zur Ausstellung Nach Ägypten! Die Reisen von Max Slevogt und Paul Klee im K20 bietet die Kunstsammlung drei limitierte Sonderdrucke mit Werken von Paul Klee (1879-1940) an. Eine neue, von Recomart/Berlin entwickelte Drucktechnik garantiert die einzigartige, hochwertige Wiedergabe des Originals. Das beiligende nummerierte Zertifikat dokumentiert diese hohe Qualität des Sonderdrucks. Erhältlich sind drei Motive des Künstlers: „Kamel (in rhythm. Baumlandschaft)“, 1920, „Rote u. weisse Kuppeln“, 1914, sowie „vermessene Felder“, 1929. Die limitierten Auflagen (250 Stück) sind ab einem Preis von 129,00 Euro (ohne Rahmung) erhältlich.
Paul Klee, Rote u. weisse Kuppeln, 1914, 26,3 x 25 cm, Hahnemühle FineArt Baryta 325g/m2 mit UltraChrome K3 Tinten der Firma EPSON
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Marion Ackermann
Künstlerische Direktorin / Vorstand
Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld
Kaufmännischer Direktor / Vorstand
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