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Buch und AusstellungKlaus Klinger in der fiftyfifty Galerie

Wer in Düsseldorf aufmerksam durch die Straßen geht, begegnet ihnen unweigerlich: den Wandbildern von Klaus Klinger, die gerne sozialkritisch aber auch mit leiser Ironie den Finger in so manch offene gesellschaftliche Wunde legen. In einem neuen Katalog hat der Gründer des VereinsFarbfieber nun auf mehr als 120 Seiten festgehalten, was im öffentlichen Raum der Stadt im Laufe der Zeit entstanden ist. Das eindrucksvolle Buch ist in der fiftyfifty Edition erschienen und wird im Rahmen einer Ausstellung mit Werken von Klaus Klinger vorgestellt. Und er wird auch in Zukunft bildlich den öffentlichen Raum aktiv mit gestalten: Beispielsweise im Zuge des groß angelegten Festivals 40 Grad – Urban Artdas im September in Düsseldorf mit Beteiligung von regionalen und internationalen Künstlern das Genre Street Art und Urban Art spektakulär in den Blickunkt rückt.

Klaus Klinger: Buchvorstellung und Ausstellung, Freitag, 1. Februar 2013, 18 Uhr, fifityfifty Galerie, Jägerstraße 15.

einladung-klaus 250

http://www.duesseldorfer-kuenstler.de/kunstgeschehen/meldungen.html

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Informationen für bildende Künstlerinnen und Künstler

Sehr geehrte Künstlerinnen und Künstler,

wir möchten Sie auf die beiden Ausstellungseröffnungen unserer israelischen Gastkünstler aufmerksam machen:

– Donnerstag, 31. Januar im Atelier am Eck: Naamah Berkovitz

– Samstag, 2. Februar bei plan.d. im Rahmen des Düsseldorfer Photo Weekend: Gideon Sella

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Ihr Team Bildende Kunst

Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf
Team Bildende Kunst
Zollhof 13
40221 Düsseldorf

Karte Gideon Sella

 

„Das Wichtigste für einen Künstler und vor allem für einen jungen Künstler besteht darin, sich handfest zu definieren. Wir müssen jedoch innerhalb unseres Credos wandlungsfähig sein, ebenso wandlungsfähig wie die sich überall öffnenden tausend Horizonte, wie die ringsum liegenden Gegenstände, Träume, Wünsche, wie die Natur, unser eigenes Dasein, unsere mikroskopische Sichtweise.
Wir müssen in uns selber zurückgehen, um in unseren eigenen sedimentierten Gebilden die Bilder zu finden, an die wir gewohnt sind, so dass sie sich mit denjenigen, die in uns magisch auftauchen, verschwistern, mit ihnen kommunizieren und sie ergänzen.
Es gilt, uns dahin zu wenden, wohin uns sowohl unsere reinsten als auch unsere unreinsten Wünsche treiben.“
Antonio Saura
(Antonio Saura, Über sich selbst, Olivier Weber-Caflisch, Bernard Dieterle,
Archives Antonio Saura, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2012)

 

 

1. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Dama“
Mischtechnik auf Papier 1960
70 x 50 cm
sign. dat.
Ref.
[20212]

 

 

Anlässlich der Ausstellung
„Antonio Saura – Die Retrospektive“ im Museum Wiesbaden
(bis zum 07.04.2013)

30.01.–09.03.2013
ANTONIO SAURA
(Huesca 1930–1998 Cuenca)

Arbeiten auf Papier und Leinwand

 

 

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 64 Seiten, 46 farbigen Abbildungen der Exponate, Schwarzweiß-Photographien des Künstlers und einem Vorwort von Dr. Alexander Klar, Direktor Museum Wiesbaden.
Für den Betrag von Euro 10 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.

 

 

Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeiten, den
Ausstellungskatalog virtuell durchzublättern
(linke Maustaste – online durchblättern oder rechte Maustaste downloaden
– Empfehlung: downloaden) – der Katalog ist als PDF Datei abgelegt
und kann mit dem Adobe Reader gelesen werden.

Sollten Sie den Adobe Reader nicht installiert haben, können Sie diesen unter
folgender Adresse downloaden: http://www.adobe.de

 

 

 

 

26. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Montage / Manière n° 2“
Montage von 6 Holzpaletten auf Holzplatte 1984
130 x 97 cm
sign. dat.
Ref. MONT@T-151
[21000]

 

 

 

Parallel zeigen wir im Studio der Galerie das Mappenwerk von
Imi Knoebel (geb. 1940 in Dessau)
„Rot, Gelb, Weiß, Blau“
mit 6 Farbsiebdrucken aus dem Jahr 1995.

 

 

 

Bitte beachten Sie, dass die Galerie über Karneval
vom 7. bis 12. Februar 2013 geschlossen bleibt.

 

 

 

Die Galerie nimmt vom 7. bis 10. März 2013 an der
art KARLSRUHE 2013 teil.

 

 

 

39. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Le Chien de Goya“
Acryl auf Karton 1992
24,2 x 30,3 cm
sign. dat.
Ref. PERP@792
[21016]

 

 

 

 

Alle Exponate der Ausstellung können unter
www.boisseree.com angesehen werden.

 

English – www.boisseree.com
Español – www.boisseree.com
Français – www.boisseree.com

 

 

 

 

2. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Dama“
Chinatusche auf Papier Estocolmo 1960
100 x 70 cm
sign. dat.
[21025]

 

 

 

Antonio Saura – Zur Ausstellung:
Parallel zu der Retrospektive von Antonio Saura im Museum Wiesbaden (bis zum 7. April 2013) zeigt die Galerie Boisserée zum vierten Mal eine umfassende Einzelausstellung des 1998 verstorbenen Malers, der nach Pablo Picasso und Antoni Tàpies zu den wichtigsten international arrivierten spanischen Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt.
Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen der ganzen Welt (u.a. Museum of Modern Art, New York; Centre Georges Pompidou, Paris; Stedelijk Museum, Amsterdam, Pinakothek der Moderne, München).
Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden 46 Arbeiten auf Papier unter anderem aus den Werkgruppen „Damas“ (darunter zwei frühe Papierarbeiten aus den 1960er Jahren), „Tête“, „Le Chien de Goya“, „Portrait“ (darunter die einzige Leinwand aus dem Jahr 1996 („Retrato 4-96“) als Beispiel für das reduzierte, ausdruckstarke Spätwerk Antonio Sauras), „Montage“, „Manière“, „Autodafé“ sowie eine Sammlung übermalter Postkarten aus den 1970er Jahren.

Die Ausstellung belegt mit repräsentativen Bildbeispielen die geniale zeichnerische Qualität eines Künstlers, dessen Radikalität jeglichen Begriff des Schönen und Gefälligen sprengt und der Genese von Kreativität nachspürt. Der Schock des Betrachters vor der (vermeintlichen) Deformation weicht bei intensiver Betrachtung dem Staunen vor der Kunst Antonio Sauras. Neben dem alle Exponate umfassenden Katalog liegen während der Ausstellung die neu erschienenen Buchpublikationen „über mich selbst“, „Die Retrospektive“, „Die Mauer“ und „Pinocchio“ in der Galerie aus.

Antonio Saura – Eine Einführung (aus dem Ausstellungskatalog
von Dr. Alexander Klar, Museum Wiesbaden):

Antonio Saura ist ein Maler des Abgrundes, des Aufruhrs und Schmerzes, aber auch ein Maler, dessen gestisch-expressive Kraft den Aufbruch hinter dem Schmerz erhoffen lässt. An Knochentuberkulose leidend, verbrachte der junge Saura einen Teil seiner Jugend – von 12 bis 16 Jahren – die Hälfte seines Körpers in ein Gipskorsett gezwängt. 1947 begann Saura während seiner Rekonvaleszenz autodidaktisch zu malen und zu schreiben. Der Horizont eines im franquistischen Spanien Heranwachsenden war dabei eng: seit Ende des Bürgerkrieges war das Land abgeschnitten von den Zentren der künstlerischen und intellektuellen Avantgarde, das durch den Exodus der linken Intellektuellen ausgedünnte Kulturleben bedrängt von den Zensurbestimmungen des spanischen Klerikalfaschismus. Folgerichtig erhielt Saura seine frühesten Eindrücke von Gegenwartskunst durch abfällige Beiträge in faschistischen Publikationen. Über die Propaganda hinweg erkannte der junge Saura den Kern der abgebildeten Werke als Botschaften aus einer Welt der bildlichen Grenzsuche, die in Spanien seit 1939 ausgeschlossen war. Das Bildungserlebnis des jungen Saura entwickelte sich in erstaunlicher Parallelität zu seinem sieben Jahre älteren Kollegen und späteren Freund Antoni Tàpies, der, ebenfalls tuberkulosekrank, seine lange Rekonvaleszenz zur Lektüre und Beschäftigung mit Kunst nutzte und dessen erste Anregungen ebenfalls aus faschistischem Propagandamaterial stammten. Beide jungen Künstler griffen zu Beginn ihrer Laufbahn intuitiv die Bildsprache des Surrealismus auf und entschieden sich damit gegen konstruktivistische Einflüsse.
Das Paris der 1950er Jahre wurde dann zum Laboratorium Antonio Sauras, hier und zu dieser Zeit entwickelt er alle seine Ideen und Methoden, hier empfing er alle Einflüsse, hier wurde er von einem talentierten jungen Maler zu einem der originellsten Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Paris musste den jungen Saura anziehen, in dieser Stadt bündelten sich die Aktivitäten seiner beiden Interessen, Malerei und Schriftstellerei: Die seit dem Surrealismus bestehende Parallelität von Kunst und Philosophie führte nach dem Krieg in Paris zu einem fruchtbaren Nebeneinander beider. Ab Mitte der 1950er-Jahre beschäftigt sich Antonio Saura mit den Möglichkeiten der Verschmelzung von Geste und Figur. Die Figur war im Jahrzehnt vor der Besetzung von Paris bereits das beherrschende künstlerische Thema, es reichte von den großen körperlichen Gestalten Fernand Légers über Picassos Triumph der Figuration in Guernica bis hin zu den Surrealisten, deren letzter großer Coup der Exposition Internationale du Surréalisme 1938 durch eine Aufreihung von Schaufensterpuppen notorisch wurde. Dem gegenüber stand seit Mitte der 40er Jahre der Aufbruch der gestischen Abstraktion, zum Teil vermittelt aus der Écriture automatique des Surrealismus, zum Teil aus der Bewegungsmalerei Jackson Pollocks. Im Gegensatz zu Pollock, der den Pinsel zugunsten des Drippings oder des Einsatzes von Stöcken und ähnlichen Malutensilien beiseitegelegt hatte, gehört die klassische Leinwand- beziehungsweise Staffeleimalerei zum Wesensmerkmal der europäischen Malerei. Sauras Lösung, die sich Mitte der 1950er-Jahre herausschälte, war der Weg, die malerische Dekonstruktion der Figur mit der gleichzeitigen Dramatisierung des Pinselstrichs durch das Element des gestischen Farbauftrages zu verbinden. Die erste künstlerische Dekonstruktion der menschlichen Figur (wie des gemalten Objektes) hatte sich im Kubismus an der flächigen Malerei Cézannes orientiert und den Versuch unternommen, Dreidimensionalität auf der Fläche darzustellen. Saura wollte diese Erkenntnis weitertreiben und wandte die Möglichkeit der gestischen Malerei, Bewegung und Dynamik einzufangen, auf seine Damen an, womit er der Figur auf der Leinwand Leben einhauchte. Der Dynamik der Geste gelang es, das Statuarische des Porträts aufzubrechen und so seine gemalten Körper in Bewegung zu setzen.
Waren in Picassos Inkunabel dekonstruierter Körperlichkeit, Guernica, sämtliche Figuren im Schmerz festgefroren, so sollte es Saura bereits in einer seiner frühesten Menschenmengen zustande bringen, seine Massen geradezu tanzen zu lassen. Ist Guernica ein großer, endloser Schrei, so sind Sauras Menschenmengen das Inbild des Waberns der Masse, potenziell gefährlich, potenziell machtvoll, nicht zu steuern und höchst unberechenbar. Antonio Saura, der den Bürgerkrieg in seinem Land als Kind unmittelbar erlebte, und als Zeitgenosse, das fanatische Brüllen der Masse im Berliner Sportpalast im Ohr hatte, war das Bild der Menge der Inbegriff seiner Zeit. Massenaufläufe, Militärparaden, Aufmärsche von Armeen, Flucht der Bevölkerung ganzer Landstriche, all dies gehörte zum bestimmenden Bild seiner Zeit, das Saura nun mit den erarbeiteten malerischen Möglichkeiten auf die Leinwand bannte.
Es nimmt wenig Wunder, dass der Künstler, der als junger Mann die Fratze des Faschismus als bigott, hemmend und intellektuell flach täglich erlebte, Fratzen zeit seines Lebens auf die Leinwand bannen wird. Die Fratze als Erbe der Bretonschen „konvulsivischen Schönheit“, die Wahrheit vor der Verdrehung ihrer selbst, der isolierte Mensch vor dem schwarzen Hintergrund, das sollten die Leitmotive seines Werkes werden. Zu einem Zeitpunkt, als der Abstrakte Expressionismus tonangebend in der Avantgarde ist, entwickelt der Künstler einen figurativen Expressionismus, der die Errungenschaften des Kubismus und des deutschen Expressionismus mit den Erkenntnissen Picassos und der gestischen Abstraktion vereint. Sein Werk steht für das Ende des Primates der gestischen Malerei und symbolisiert den Aufbruch, der die Malerei zu Beginn der 1960er-Jahre in mehrere Richtungen, von der Pop-Art bis zum postmodernen Realismus, führen sollte. Sauras Werk gelang dabei eine spannungsvolle Balance zwischen formalen, malerischen Lösungen und inhaltlich-theoretischer Befragung seiner Kunst. Neben seiner Kritik am Franco-Regime kristallisierte sich besonders sein Interesse am Existenzialismus Jean-Paul Sartres und Albert Camus’ als Kontext seiner Malerei heraus. Das Porträt sollte dabei für Saura ab den frühen 1960er-Jahren zum wichtigsten Ausdrucksmittel werden. Die Herausarbeitung der Haltung einer Figur, die Frage von „Haltung“ selbst, die Saura persönlich durch seine dezidierte Gegnerschaft zum Franco-Regime und damit zur tonangebenden Klasse in seinem Heimatland ausdrückte, wurde der Mittelpunkt seiner Malerei. Auch Sauras Kreuzigungen haben das Grauen zum Inhalt, wobei sie sich der Grausamkeit direkt zuwenden. Die zerrissene Figur des Gekreuzigten ist mehr als nur Metapher; sie herzustellen, sie zu malen war (wie bei Nitsch) ein Akt der Kreuzigung selbst. Sauras Suche nach der Substanz der Malerei ist malerisch und tatsächlich, der schreibende Künstler lebt seine Suche nach Wahrhaftigkeit und bildet sie im Tun ab. Auf diese Weise ist Saura ebenso auf der Höhe der Entwicklung seiner Zeit – der Geste, der Aktion und der unmittelbar im Bild erfahrbaren Körperlichkeit des Künstlers –, wie er bildlich absolut eigenständig ist.
Es ist die Verbindung mit den großen Vorgängern und bisweilen Vorbildern, die Antonio Saura zu einem herausragenden Maler des 20. Jahrhunderts macht, einem Maler, der zum einen ein wahrer „peintre savant“, ein kenntnisreicher Künstler mit breitem Interessenspektrum ist, zum anderen aber auch ein echter „painter’s painter“, dessen Werk sich aus der Kunst des Malens erklärt und seiner skrupulösen Suche nach der richtigen Nutzung der Leinwandfläche.
Alexander Klar

 

 

 

4. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Portrait n° 2“
Gouache und Chinatusche auf bedrucktem Papier (Übermalung) 1974
29,6 x 21,6 cm
sign. dat.
Ref. RIMT@S-1674
[21013]

6. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Portrait n° 8“
Gouache und Chinatusche auf bedrucktem Papier (Übermalung) 1974
26,7 x 21,6 cm
sign. dat.
Ref. RIMT@S-1668
[21011]

10. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Time / Montage“
Montage von 8 Übermalungen auf Holzplatte 1963
75,5 x 114 cm
sign. dat.
Ref. MONT@S-2959
[20981]

13. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Effacement / Montage n° 11“
Montage von 3 Übermalungen auf Papier 1977
26 x 44,3 cm
sign. dat.
Ref. EFAC@S-2785
[20982]

28. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Montage / Manière n° 4“
Montage von 4 Holzpaletten auf Holzplatte 1984
70 x 87 cm
sign. dat.
Ref. MONT@T-153
[21002]

29. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Autodafé“
Mischtechnik auf Buchrücken 1986
25,8 x 43,8 cm
sign. dat.
Ref. 1142
[13029]

36. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Dame“
Acryl und Collage auf Papier auf Papier montiert 1990
67,6 x 50,1 cm
sign. dat.
Ref. DAMP@S-2957
[21021]

37. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Le Chien de Goya“
Acryl auf Karton 1992
21,8 x 29,7 cm
sign. dat.
Ref. PERP@308
[21019]

45. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Tête“
Acryl auf Karton auf Papier montiert 1993
40,9 x 30,8 cm
sign. dat.
Ref. CABP@S-2940
[21003]

46. Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Retrato 4-96“
Öl auf Leinwand 1996
73 x 60 cm
sign. dat.
Ref. 0101
[18660]

 

 

Galerie Boisserée, J. & W. Boisserée GmbH
Köln seit 1838 / Cologne, est. 1838
Geschäftsführer Johannes Schilling und Thomas Weber
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und nach Vereinbarung
www.boisseree.com
galerie@boisseree.com

© Galerie Boisserée, Köln und VG BILD-KUNST, Bonn

Die Veranstaltungsreihe „Düsseldorfer Literaturkonzerte“, der Zentralbibliothek am Bertha-von-Suttner-Platz 1

hat am Donnerstag, 24. Januar, 20 Uhr, ihren Auftakt unter dem Titel „Gibt es Unterhosen, die den Bauch bemoosen – Vom Butterbrotpapier zu Ottos Mops – Sternsekun- den des literarischen Unsinns“. Der Schauspieler und künstlerische Leiter der Reihe, Peter Welk, wird Texte des literarischen Dadaismus sprechen. Musikalisch begleitet wird er vom Komponisten und Konzertpianisten Georg Cormann sowie von der Sängerin, Theaterpädagogin und Sozial- pädagogin Michaela Cormann. Gemeinsam werden sie auf zwanzig ver- schiedenen Instrumenten wie beispielsweise einer Donnertrommel, Klangschalen, Vibraslap, Schlitztrommel, Regenmacher, Okarina, Kalim- ba, Marimba, Ozeandrum improvisieren. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eröffung: Freitag, 18. Januar 2013, 18 – 21 Uhr
INDIEN – Fotografien und Skulpturen von Wolfgang Laib, Richard Long und Gregor Schneider

18. Januar – 9. März 2013

Wir freuen uns, die Ausstellung „Indien – Fotografien und Skulpturen von Wolfgang Laib, Richard Long und Gregor Schneider“ im Rahmen des Düsseldorf Photo Weekend anzukündigen.

Alle drei Künstler arbeiten in erster Linie mit Skulptur. Doch während Richard Long und Gregor Schneider die Fotografie nutzen, um ihren zum Teil temporären Projekten Dauer zu verleihen, fotografiert Wolfgang Laib religiöse und architektonische Traditionen Indiens, die ebenso wie die Natur, Ausgangspunkt für sein künstlerisches Schaffen sind. Aus ihnen heraus sucht er die Motive für seine Kunst. Laibs ausgewählte Stoffe sind Blütenstaub, Milch, Bienenwachs, Marmor, Granit, vergoldetes Messing, Reis und Siegellack. Aus jeder Materialwahl entspringt eine Werkfamilie, die sich bis heute stetig entfaltet: 1975 entstehen die ersten Milchsteine, 1977 sammelt Wolfgang Laib den ersten Blütenstaub, 1983 arbeitet er erstmals mit Reis und 1987 mit Bienenwachs. Seit 1984 entstehen Wolfgang Laibs „Treppen“, „Schiffe“ und „Reishäuser“ aus Marmor, Granit, Holz oder Wachs, die sich in ihrem extrem reduzierten Charakter auf die traditionellen Formen von gestuften Tempeln, Schiffen und Häusern beziehen. Als Symbole des Übergangs oder Unterkünfte des Körpers im Leben wie im Tod erinnern seine Skulpturen an indische Grabbauten, Kultstätten und Altäre.
Das MoMA in New York zeigt ab dem 22. Januar 2013 Laibs größte Blütenstaubfläche.

Richard Longs Arbeit „Paths“ war in voller Größe in der Ausstellung „Dialog: Richard Long – Jivya Soma Mashe“ im museum kunst palast in Düsseldorf 2003 zu sehen. Long besuchte Jivja Soma Mashe vor der gemeinsamen Ausstellung in seinem indischen Dorf. Aus Respekt vor dem indischen Stammeskünstler wollte Long nur etwas Unaufdringliches in dessen Landschaft einbringen. So schuf er während seines Besuchs unter Verwendung minimaler Mittel eine Reihe vergänglicher, mit der Umgebung korrespondierender Arbeiten. Beispielsweise zog er über bereits bestehende Wege mit einem traditionellen indischen Besen Linien, schuf einen Halbkreis aus Asche und streute farbiges Kurkuma und Chilipulver in den Fluss.

Gregor Schneider wurde im letzten Jahr vom Goethe-Institut/Max Mueller Bhavan und des Ekdalia Evergreen Club Kolkata nach Indien eingeladen. Als integraler Bestandteil der Durga Puja-Feierlichkeiten, des größten Hindu-Festes überhaupt, entstand Schneiders „It’s all Rheydt, Kolkata“: eine typisch deutsche Strasse, die sich. Montiert auf ein Bambus-Gerüst, irritierend vertikal in der Mitte von Kolkata’s Ekdalia Road aufrichtet. Während der Feierlichkeiten werden Figuren der Göttin Durga als Opfergaben in so genannten Pandals aufgestellt. Auch Gregor Schneiders Installation diente als solches Pandal für die Götterskulpturen. Zum Ende der Feierlichkeiten werden die Figuren üblicherweise im Ganges versenkt. Die Ausstellung hier zeigt sowohl dokumentarisches Fotomaterial, das während der 10-tägigen Feierlichkeiten entstanden ist, sowie, die von Gregor Schneider nachträglich aus dem Fluss geborgenen Skulpturen.

INDIA – Photography and sculpture by Wolfgang Laib, Richard Long and Gregor Schneider

18 January – 9 March 2013

Konrad Fischer Galerie gladly presents the exhibition INDIA within the framework of Dusseldorf Photo Weekend.

Within their ouevres, Wolfgang Laib, Richard Long and Gregor Schneider mainly focus on sculpture. While Long and Schneider use photography for documenting their partly temporary and ephemeral projects, Laib also depicts religious traditions and their architectural witnesses in India. Being the initial sources for his artworks, Wolfgang Laib transforms these ancient motifs into sculpture, preferably made of beeswax, pollen, milk, rice, marble, brass and sealing-wax. In 1975 the first milkstones have been created followed by pollen collected in his South-German home in 1975, rice-works in 1983 and beeswax in 1987. Since 1984 the artist introduces sculptural pieces calld stairs, rice houses and ships made of beeswax, guilded brass, laquered wood, granite and marble With their elementary and simple forms, these artworks refer to traditional archetypes, to altar pieces, memorial shrines and ritual places in India.
Upcoming is Wolfgang Laib’s largest pollen installation ever made, presented by the Museum of Modern Art, New York, on 22 January 2013.

Richard Long’s „Paths“ has been already introduced within the 2003 exhibition „Dialogue: Richard Long and Jivya Soma Mashe“ at museum kunst palast in Dusseldorf. The joint work originates from a journey to Mashe’s home village in India. With respect to the tribal artist, Long wanted to do a more reticent work by minimal interventions like brushstrokes made with brooms, works made of ashes and curcuma and chili powder dispersed into a river.

Invited by the Goethe Institute, Max Mueller Bhavan and the Ekdalia Evergreen Club Kolkata, Gregor Schneider installed his large-scale artwork „It’s All Rheydt, Kolkata“ – a „copy“ of a vernacular German street from Schneider’s hometown Moenchengladbach-Rheydt mounted on typical Indian bamboo scaffolding and erected vertically in Kolkata’s Ekdalia Road. During Durga Puja – the largest carnival-like celebration of Kolkata’s (Calcutta) local goddess Durga and the biggest Hindu festivity worlwide – the artist’s installation served as Pandal, a ritual place in which sculptures of the goddess made of clay, straw, bamboo and paper have been placed. These sculptures are customarily plunged into the nearby river Hooghly. Our exhibition includes documentary material showing the Durga Puja celebrations and Gregor Schneider’s installation as well as the original sculptures retrieved from the river by the artist.

walter conrads/helga weckop-conrads
lindenstr. 167
40233 duesseldorf
germany
t+49 211 323 0720
f+49 211 323 0722

ANNA VOGEL_Einladung+Info

Am Freitag, 18.01.2013, 18 – 22 Uhr eröffnen in der Nachbarschaft auch Konrad Fischer Galerie, Schönewald Fine Art, Petra Rinck, Van Horn, Cosar HTM u.a.

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