„Ich schulde den Comics die Elemente meines Stils
und nicht die Themen.“
(Roy Lichtenstein)

 

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„American Indian Theme VI“
Farbholzschnitt 1980
95,5 x 127,7 cm Abb. 75,2 x 107,9 cm
sign. num. dat. bez.
Auflage 73 Exemplare
Corlett 165
[20440]

 

 

18.04.–26.05.2012 im Studio der Galerie
ROY LICHTENSTEIN
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
– selected prints

 

 

 

 

Alle Exponate der Ausstellung können im Internet unter
www.boisseree.com angesehen werden.

 

 

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„American Indian Theme V“
Farbholzschnitt 1980
80,6 x 105,4 cm Abb. 59 x 84,6 cm
sign. num. dat.
Auflage 74 Exemplare
Corlett 164
[20441]

 

 

English – www.boisseree.com
Español – www.boisseree.com
Français – www.boisseree.com

 

 

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„Les nymphéas“
Linolschnitt, Holzschnitt, Lithographie und Siebdruck 1993
78,7 x 102,4 cm Abb. 66,7 x 91 cm
sign. num. dat.
Auflage 139 Exemplare
Corlett 280
[20493]

 

 

 

ROY LICHTENSTEIN – selected prints

„Ich wähle üblicherweise … jene Motive, … die lediglich klassische Archetypen ihrer Art zu sein scheinen. Dies interessiert mich am meisten, … wobei ich versuche, dem Motiv etwas abzugewinnen, das außerhalb der Zeit liegt, das unpersönlich und „mechanisch“ erscheint …“ (Roy Lichtenstein, 1966)
(Zitiert nach Bernard Kerber, Roy Lichtenstein – Ertrinkendes Mädchen, Stuttgart 1970, S. 26-27)

Roy Fox Lichtenstein, am 27. Oktober 1923 in Manhattan geboren und dort am 29. September 1997 verstorben, ist neben Andy Warhol wohl der bekannteste Vertreter der amerikanischen Pop Art. Seine Rasterpunkte und Pinselstrich-Arbeiten (brushstrokes) sind weltberühmt, ebenso seine der Kunst-, Comic- und Konsumwelt entlehnten Motive. Seine Arbeiten wurden zu Ikonen der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Die Galerie Boisserée zeigt in einer kleinen Studioausstellung einige Beispiele aus seinem druckgraphischen Œuvre von 1963 bis 1993.

1961 malt Lichtenstein seine ersten Pop-Bilder, für die er Cartoonfiguren aus Comic-Heften und Kaugummipapieren mit kleinen aber aufschlussreichen Änderungen direkt auf Leinwand überträgt.
Er experimentiert viel und imitiert die industriellen Drucktechniken. Die Phänomene der industriellen Massenfertigung, die Werbemittel der Massenmedien werden Inspirationsquellen. Sie faszinieren ihn, bringen aber zugleich seinen kritischen Umgang mit ihnen zum Ausdruck. Statt Farbflächen setzt er gleichgroße Farbpunkte nebeneinander. Diese „Benday-Dots“ – nach dem amerikanischen Künstler und Erfinder Benjamin Day benannt, der diese für die industrielle Illustration entwickelte – werden zu Roy Lichtensteins Markenzeichen sowohl in der Malerei als auch in der Graphik. Zitat Lichtenstein: „Die Punkte sind ganz wichtig. Am Anfang waren sie handgemacht, wurden aber dann immer besser. Zuerst ging die Arbeit mit Hundebürsten aus gleichmäßig verteilten Borsten vonstatten. Manchmal wurden auch Pinsel zusammengebunden. Eine selbst hergestellte Metallschablone war der nächste Schritt. Es folgten Schablonen aus gelochtem Metall, die ich beim Hersteller fertig kaufte. …Kurz gesagt, je größer und klarer der Punkt ist, umso später ist das Gemälde entstanden. …“
Alles Dargestellte ist stark stilisiert und auf die Umrisslinien beschränkt. Die Details sind auf das Minimum reduziert. Eine plastisch modellierende Innenzeichnung fehlt fast völlig. Hierdurch, aber auch durch die monochromen Farbflächen und den neutral gehaltenen Hintergrund, wirken die Motive sehr flächig. Allerweltshandlungen und Gebrauchsgegenstände werden monumentalisiert. Die Personen entbehren jeder Individualität.
Und fast immer ist es das Typische, über zahllose Reproduktionen Bekannte und Klischeehafte, das Lichtenstein als Grundlage seiner Bilder wählt, bezogen auf die Kunst wie in seinen Comicbildern oder Verarbeitungen von Alltagsgegenständen.
Mit diesen neuen Ideen und seinem neuen Stil gelingt ihm der Durchbruch. Bereits 1962 nimmt er an der ersten großen Pop Art Ausstellung in der Sidney Janis Gallery in New York teil. Zwei Jahre später wird sein Werk erstmals in Paris in Europa gezeigt.
Die enge Verbindung zwischen Kunst und Kommerz stößt bei Kunstkritikern auf Ablehnung, nicht jedoch beim Publikum und den Käufern.
Obwohl sich die Pop Art während ihrer Entwicklung in den 50er und 60er Jahren durch provozierende Themenstellungen und unkonventionelle Fertigungstechniken radikal von den etablierten Kunstrichtungen absetzte, stand auch sie in einer Tradition und knüpfte in Motiv und Machart bei älteren Vorformen an. Sein ganzes Leben lang sollten die modernen Meister für Lichtenstein eine Ressource darstellen, mit deren Hilfe er die Fragen anging, die die Malerei ihm im Laufe der Jahre stellte. Seine Bilder über Kunst meinen in der Regel nicht in erster Linie das dem Motiv zugrunde liegende Werk oder den Stil, sondern nehmen diese zum Anlass eigener konzeptioneller und formaler Überlegungen. Es geht weniger um einzelne Künstler und Werke als vielmehr um typisierte Vorstellungen von bestimmten Stilen wie Kubismus, Fauvismus, Expressionismus oder Surrealismus.
Daneben experimentiert Lichtenstein mit traditionellen Gattungen wie Stillleben, Interieur oder Porträt, verarbeitet etablierte Gestaltungsformen.
Lichtenstein hat seinen ausdrucksstarken Stil und die mechanische Art der Bildwiedergabe seiner ersten Pop-Gemälde beibehalten und die Technik auf Skulpturen und später auf Wandgemälde und Keramiken übertragen.
Die Beschäftigung mit den Printmedien nimmt eine herausragende Stellung in Lichtensteins Schaffen ein. Die graphischen Techniken boten ihm wie den anderen Künstlern der Pop Art eine hervorragende Ausdrucksform und waren wesentliche Grundlage, um seriell zu arbeiten. Er widmete sich dem Siebdruck, dem Holzdruck, der Lithographie, dem Linolschnitt und bediente sich der Collagen-Technik. Ein eindrucksvolles Beispiel für Lichtensteins Nutzung industrieller Ideen ist seine Farbgebung. Wie der kommerzielle Drucker versuchte er, so wenige Farben wie möglich einzusetzen. Während der Drucker dies aus ökonomischen Gründen entschied, wird es bei Lichtenstein zu einem künstlerischen Mittel. Große Flächen werden entweder vollständig gefüllt oder durch die charakteristischen Rasterpunke dargestellt.
Roy Lichtenstein war Teilnehmer der 4. documenta 1968 und auch auf der documenta 6 im Jahr 1977 vertreten. Mit dem Kyoto-Preis wurde ihm 1995 eine der höchsten Auszeichnungen für Verdienste um Wissenschaft und Kultur verliehen.

 

 

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„Reflections on expressionist painting“
Farbsiebdruck mit Enkaustik und Magna 1990/1991
151,1 x 100 cm Abb. 147 x 96,2 cm
sign. num. dat.
Auflage 87 Exemplare
Corlett 255
[20492]

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„Modern print“
Lithographie und Farbsiebdruck 1971
78,8 x 78,5 cm Abb. 60,9 x 60,9 cm
sign. num. dat.
Auflage 221 Exemplare
Corlett 103
[20495]

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„Industry and the arts II“
Farbsiebdruck 1969
66,2 x 48,4 cm Abb. 43,6 x 36,4 cm
sign. num. dat.
Auflage 250 Exemplare
Corlett 86
[20490]

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„Brushstrokes“
Farbsiebdruck 1967
58 x 78,5 cm Abb. 55,6 x 76,3 cm
sign. num.
Auflage ca. 300 Exemplare
Corlett 45
[20489]

Roy Lichtenstein
(Manhattan 1923 – 1997 Manhattan)
„Foot and hand“
Offsetlithographie 1964
43,8 x 54,4 cm Abb. 42,5 x 53,3 cm
sign.
Corlett II.4
[20499]

 

 

 

 

 

 

 

 

Louise Bourgeois
(Paris 1911 – 2010 New York)
„Ode à ma Mère“
Mappenwerk mit 9 Radierungen 1995
32,7 x 32 cm x 4 cm Abb. 30 x 30 cm
sign. num.
Auflage 125 Exemplare
[19813]

18.04.–22.04.2012
Teilnahme der Galerie Boisserée an der
ART COLOGNE 2012
koelnmesse
Stand D20 Halle 11.2

 

 

 

Karl Fred Dahmen
(Stolberg 1917 – 1981 Preinersdorf)
„Ein Tag“
Mischtechnik auf Leinwand 1964
165 x 145 cm
sign. dat. bet.
Weber 029.64 – B 0197b
[20250]

Karl Fred Dahmen
(Stolberg 1917 – 1981 Preinersdorf)
„Corpus“
Objektkasten 1974
89,5 x 55,5 cm x 11,5 cm
sign. dat. bez. bet.
Weber 031.74 – K 188
[20020]

Antonio Saura
(Huesca 1930 – 1998 Cuenca)
„Dama“
Mischtechnik auf Papier 1960
70 x 50 cm
sign. dat.
Ref.
[20212]

Jan Voss
(geb. 1936 Hamburg)
„Diaspora“
Acryl auf Leinwand 2012
200 x 300 cm
sign. dat.
Voss 12004
[20452]

 

 

 

 

 

 

 

 

Eduardo Chillida
(San Sebastián 1924 – 2002 San Sebastián)
„Lurra G 254“
(Erde G 254)
Terrakotta 1992
16,5 x 21 cm x 18,5 cm
sign.
[19127]

bis zum 21.04.2012 zeigen wir in den verbleibenden Galerieräumen
EDUARDO CHILLIDA
(San Sebastián 1924 – 2002 San Sebastián)

Radierungen, Lithographien,
Holzschnitte und Siebdrucke,
Arbeiten auf Papier und Skulpturen

 

 

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Grußwort von Ignacio Chillida
(Zabalaga-Leku, Hernani), einem Vorwort von Johannes Schilling
(Galerie Boisserée), mit 156 Seiten und 162 meist farbigen Abbildungen.

Für den Betrag von Euro 20 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.

 

 

Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeiten, den
Ausstellungskatalog virtuell durchzublättern
(linke Maustaste – online durchblättern oder rechte Maustaste downloaden
– Empfehlung: downloaden) – der Katalog ist als PDF Datei abgelegt
und kann mit dem Adobe Reader gelesen werden.

Sollten Sie den Adobe Reader nicht installiert haben, können Sie diesen unter
folgender Adresse downloaden: http://www.adobe.de

 

 

 

 

Eduardo Chillida
(San Sebastián 1924 – 2002 San Sebastián)
ohne Titel
Tuschezeichnung auf Papier 1986
12,5 x 20,2 cm
sign.
Referencia CH-86 / DT-18
[20397]

 

 

 

 

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