Heute war dort die Ausstellung von Jan Vedder. Abgefahren. Die Bilder waren schön anzuschauen und passten genau ins Schema. Alle Arbeiten hatten mit Musik zu tun, und das war ja das Thema des Hauses, Sessionmusik live. Diese Hängung hat das Konzept die Stimmung in den Räumen zu untermalen, abzumalen, zu bemalen, wie gemalt. Die Ölbilder auf Leinwand und Papier waren angepasst an diese etwas verruchte Club-Atmosphäre, der nicht an diese gestilten modernen Kunstsalons erinnerte. Theo, dem seine Aufgabe als Organisator Spass machte, gefiel die Ausstellung und die Gesamtidee ziehmlich gut. Dem Publikum scheinbar auch. Jan Vedder freute sich.
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Dann traf ich Karim, der kam auch aus Neumühl (genau wie ich). Er war prima drauf. Genau wie die vielen super netten Kunststudenten oder solche die den Draht dazu haben. Endlich mal interessante Gespäche, die über die konventionellen Grenzen hinausgingen und dabei nicht ins Leere verliefen.
Unter den Gästen waren ethliche interessante Leute. Z.B. der russischen Bühnenbildner, schick gekeidet, sehr präsent und einprägend. Oder Nesha, der Performance-Künstler, der ständig bei seiner Aufführung gestört wurde, weil viele nicht begriffen, das die Show schon angefangen hatte. Seine vielen Videos sind bei YouTube, unter “Nesha+Düsseldorf“ zu finden. Und dann gab es noch eine experimentelle Industial-Elektronics Truppe da, die mit Geräuschen arbeitete. Die Kombination der Musiker ergab ein aufeinander abgestimmtes Ensemble die teilweise an die frühen Pink Floyed erinnerten, nur viel, viel moderner. Alles independent und live.
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Diese Premiere hatte schon den Faktor „Extra“, der dieser Party das Besondere gab. Es waren Leute dort, die zeigen wollten was sie konnten, und sie konnten was zeigen was sie wollten. Nämlich sich selber. Jan hatte lauter solche Gäste zur Eröffnung mitgebracht. Und seine Bilder passten sich automatisch an die Situation an.

 

Dann meldete meine Uhr, die letzte Bahn nahte heran. Musste ich denn jetzt schon gehen? – Jetzt, also noch heute oder besser schon morgen, sitze ich hier am „Apfel“ und schaue mir die Fotos an: „Tolle Leute heute, volle Leute heute, papperlapapp, Patte ist knapp …, der Kaplan klebt Pappklappplakate an. Papperlapapp. Tolle Leute heute.“
Dort hab gab es einige Freaks mit denen ich gerne mal zusammenarbeiten würde. Am liebsten im Projekt bei ArtFakt 2010. Mit Jan Vedder gibt es noch Gespräche und Ideenaustausch, demnächst.
Das war ein guter Tag heute. Auf weitere solch fantasievoller Vernissagen würde ich gern eingeladen werden. Und, man sieht sich wieder! Sicherlich.
Bis dahin wünsche ich meinen neuen Bekannten und allen Lesern eine schöne Zeit.

 

Ciao
ArtJanz